Schule, Lehre, Studium, Arbeitswelt: Volle Konzentration!
Bald ist wieder Schulstart. Für etliche Kinder ist es das erste mal überhaupt und für noch viel mehr beginnt ein weiteres Schuljahr. Andere haben den Sprung ins Gymnasium oder an eine weiterführende Schule geschafft, beginnen eine Lehre, ein Studium etc. Vom ersten Schultag an bis in die Arbeitswelt hinein ist volle Konzentration gefragt! Und starke Nerven. Über Jahrzehnte hinweg. Wie schaffen wir das? Ein wichtiger Baustein dazu sind Omega-3-Fettsäuren, auch bekannt unter dem Namen mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Was bewirken sie? Wie werden sie durch die Fachwelt eingestuft?
Die Themen im Überblick:
Der Schulstart fordert …
Munter wie ein Fisch im Wasser
Wie gerne verbringe ich Ferien am Meer: Erholung, Sonne, Schwimmen, Lesen, Wandern, frische Fische und Meeresfrüchte, welch ein Genuss! So richtig auftanken und neue Energie gewinnen. Aus Liebe zur Umwelt gönne ich mir «Meer» jedoch nur alle paar Jahre – und fahre normalerweise nicht so weit weg in die Ferien. Also muss ich mich anders mit Omega-3-Fettsäuren versorgen. Zumal die besten Fische in kaltem Wasser schwimmen. Doch jetzt bin ich schon viel zu weit. Die Grundlage ist:
Um gesund und leistungsfähig zu sein und unseren Alltag gut meistern zu können, brauchen wir unter anderem genügend Omega-3-Fettsäuren. Sie sind essenziell, das heisst, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen.
Was Stress bedeutet, wissen wir alle. Und zwar spätestens seit der Schulzeit. Was Omega 3 bewirkt, wissen wir vielleicht weniger. Ein Porträt über wichtige und nicht ersetzbare Bausteine unserer Nahrung.
In welchen Nahrungsmitteln sind Omega-3-Fettsäuren enthalten?
Was sind Omega-3-Fettsäuren?
Das grosse Aber: verschiedene Quellen von Omega-3-Fettsäuren
Die Quelle mehrfach ungesättigter Fettsäuren können pflanzlicher und tierischer Natur sein.
Omega-3-Fettsäuren herstellen können jedoch nur Pflanzen. Und zwar in der einfachen Form von ALA.
Viel ALA enthalten Lebensmittel wie Leinsamen, Leinöl, Rapsöl und Walnüsse.
In einem beschränkten Mass kann unser Körper ALA in die entscheidenden EPH und DHA umwandeln.
Und nun kommt das Aber, wo wir noch genauer hinschauen:
Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an bereits fertigem EPH und DHA sind meist tierischen Ursprungs. In Binnenländern sind das z. B. Fleisch, Milchprodukte und Eier: Tiere fressen Gras, Kräuter und Heu und wandeln die darin enthaltene ALA in EPH und DHA um. Küstenbewohner haben zudem den Vorteil von frischem Fisch, der besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Wenigstens sollte es so laufen.
Seit der Industrialisierung werden unsere Nutztiere jedoch zu einem grossen Anteil mit Getreide, Mais und Soja gefüttert, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind, aber nur wenig ALA enthalten – und so wird nichts mit dem Aufbau von EPH und DHA.
Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, während Omega-6-Fettsäuren durch die Bildung hormonähnlicher Substanzen Entzündungsreaktionen befeuern.
Die artgerechte Haltung und ihr Einfluss
Wenn unsere Nutztiere nicht artgerecht gehalten werden, sind sie nur schlechte Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren.
Fette Fische wie Hering, Lachs, Makrele oder Thunfisch sind hervorragende Omega-3-Quellen. Via natürliche Nahrungskette gelangt die ALA, die von Meeres-Algen in besonders hohen Mengen produziert wird, in «unsere» Speisefische. Und auch hier steht ein grosses Aber.
Viele Speisefische stammen aus Zuchten, wo sie nicht artgerecht gefüttert werden.
Statt Plankton, Kleinstfischen, Krebstieren und Fischlarven – die Omega-3-Fettsäuren enthalten – steht auch hier Getreide auf dem Speiseplan.
Die beste EPH- und DHA-Konzentration haben Kaltwasserfische aus Wildfang. Wir hier im Binnenland sind gegenüber Küstenbewohnern in dieser Hinsicht entschieden im Nachteil. Denn die beste Quelle für EPH und DHA ist immer noch die marine oder aquatische (= aus dem Meer stammend).
Off-Shore-Lachskäfige auf den Färöern. Viele Speisefische stammen aus Zuchten, wo sie nicht artgerecht gefüttert werden..
Das Omega-Gleichgewicht muss stimmen
Damit der Körper optimal versorgt ist, muss das Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren möglichst ausgewogen sein. Beide sind grundsätzlich gesund und wichtig, jedoch nehmen wir mit unserer modernen Ernährung eher zu viel Omega-6 zu uns, was zu stillen, unbemerkten Entzündungen führen kann. Das kostet den Körper laufend Kraft und belastet und schwächt uns auf lange Sicht zunehmend.
Reich an Omega-6-Fettsäuren sind beispielsweise viele Pflanzenöle, Nüsse, tierische Produkte (wegen nicht artgerechter Fütterung) und industriell gefertigte Nahrungsmittel.
Omega-6-Fettsäuren wirken
- gefässverengend
- gerinnungsfördernd
- entzündungsfördernd
Omega-3-Fettsäuren wirken
- gefässerweiternd
- gerinnungshemmend
- entzündungshemmend
Welche Symptome verursacht ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren?
Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren wird mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung gebracht:
Schulmedizin und Naturheilkunde sprechen nicht die gleiche Sprache
Dass Omega-3-Fettsäuren für unsere Gesundheit unerlässlich sind, ist unbestritten. Bis vor Kurzem wurde das auch allseits so vermittelt.
Nun behaupten einige Studien, dass die gezielte Einnahme von Omega-3-Fettsäuren im besten Fall nichts bewirken würden, im schlimmsten Fall jedoch Herzkrankheiten sogar auslösen könnten. Wie soll man sich da noch orientieren?
Mir stellen sich bei solchen Studien Fragen wie:
- Wer hat woran Interesse?
- Wer profitiert wovon?
- Wo wirkt welche Lobby?
- Wer hat welche Studien durchgeführt und finanziert?
Fazit
Wir sind lebendige und fühlende Wesen in einer mehr und mehr technisierten und kapitalistischen Welt. Ganz einfach ausgedrückt: Wir leben nicht artgerecht. Doch genau das strebe ich an, ein wieder mehr artgerechtes Leben.
Und ja, ich nehme zusätzlich Omega-3-Kapseln mit Krillöl aus nachhaltigem Wildfang. Weil das meiner Gesundheit guttut. Das ganz Jahr über jeden Tag ein artgerechter kleiner Gruss aus dem Meer!
© ausbildung-tipps.ch, 17.7.2025, Tabea Räber
Autorin
Tabea Räber ist Mitglied des Autorenteams auf ausbildung-tipps.ch und anderen Online-Plattformen. Sie hat jahrelang sowohl als Hebamme wie in der Seniorenpflege gearbeitet.




































