Wieso muss immer alles top-down von der Chefin bis zum untersten Mitarbeiter abgesprochen werden, bevor der Ball ins Rollen kommt? Fast jede Arbeitnehmerin kennt solche nervenden Momente der Warterei, des Zögerns, des Hin-und-Hers. Wichtige Zeit verstreicht und die Ungeduld wächst. Soforthilfe bringen sogenannte agile Arbeitsmethoden.

 

Was ist ein Team?

Einfach gesagt eine Ansammlung von verschiedenen Menschen. Manchmal mit ähnlichen Interessen, manchmal mit ähnlichen Zielen. Manchmal schnell und oberflächlich, manchmal genau, tiefgründig, zuverlässig, dafür etwas langsamer. Manchmal feinfühliger, manchmal direkter. Vielfältig und gemeinsam stark. Team beginnt in der kleinsten Form mit zwei Personen. Je mehr dabei sind, desto schwieriger wird eine gemeinsame Teamführung, desto grösser aber auch die Möglichkeiten. Das Thema Team hier unter der Lupe.

Eigene Werte kennen, Vielfalt respektieren

Genauer hinsehen:

Sich in ein Team einzubringen gelingt besser, wenn man weiss, wer man ist.

So kann man sich auf Andersartigkeit, fremde Meinungen und unterschiedliche Denkweisen einlassen. Der eigene Selbstwert und Lebensinhalt bestimmt unsere Bereitschaft und unsere Möglichkeiten, uns in einem Team mehr oder weniger einzubringen. «Viel mehr als unsere Fähigkeiten, sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.» sagte Joanne K. Rowling (Autorin Bestseller Harry Potter, © Zitate.net) sehr treffend.

Entscheidungen sind eine Frage der Persönlichkeit

Kompetenzen können erarbeitet werden. Ob und wie man sie umsetzt, hängt mir unserer Persönlichkeit zusammen und hat einen grossen Einfluss auf den Erfolg. Entscheidungen sind wie Kreuzungen, die die Richtung öffnen und bestimmen.

Genauer hinsehen:

Alle Wege haben Folgen. Ob man sie geht oder nicht.

Entscheidungen und Wege werden unterschiedlich empfunden. Verschiedene Menschen haben verschiedene Erfahrung und darum auch verschiedene Sichtweisen. Diese Vielfalt gilt es zu respektieren. Und klar als eine Chance zu sehen. Vielfalt entwickelt sich zu einem schlagkräftigen Ganzen, wenn es an und mit dem Gegenüber reifen kann.

Persönlichkeitsentwicklung geschieht am Du

Vom bekannten Religionsphilosophen Martin Buber stammt das Zitat «Vom du zum ich». Über mein Gegenüber, meine Mitmenschen, reift meine Persönlichkeit und umgekehrt. Das ist ein offenes Geheimnis des Menschseins. Sich einbringen und gleichzeitig am anderen reifer werden. Sozialwesen Mensch.

Genauer hinsehen:

Mein Umfeld kann mich fördern oder bremsen und ich mein Umfeld ebenso.

Ein Beispiel aus dem Fussball: Immer wieder kommt es vor, dass Stars für teures Geld eingekauft werden. Die Erwartungen sind hoch und werden dann und wann auch nicht erfüllt. Dann spricht man von einem Fehleinkauf.

Auch Stars leben von anderen

Oft wird vergessen: Auch Stars leben von den Passgebern, von Verteidigern, von Mitspielern. Ein neues Umfeld kann völlig neue Voraussetzungen schaffen, die nicht zur Persönlichkeit des Stars passen. Handkehrum werden Spieler freigestellt und entwickeln sich in einem anderen Club zum grossen Star. Gewinnen und verlieren liegen so nahe beieinander. Und hängen von der Bereitschaft ab, sich auf den anderen einzulassen und im Team zu denken.

Klare Ziele führen klar

Unklarheiten fördern Unsicherheiten. Wo Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen, Erfahrungen und Kompetenzen in unterschiedlicher Art und Weise zusammenarbeiten, braucht es ganz klare Ziele, klare Strukturen und eine klare Aufgabenverteilung. Diese sollte aber auch entsprechend Freiraum ermöglichen. Denn Kreativität und Entwicklung brauchen Freiraum. Und es braucht die Bereitschaft von Einzelnen, auch Verantwortung zu übernehmen. Denn wenn die situativ Stärkeren den momentan Schwächeren helfen, wird ein Ziel erreicht. Im Team zu denken ist letztendlich eine Lebensaufgabe!

Autor: GPI®-Coach, Andreas Räber

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