Berufliche Veränderung: Warum haben wir Angst davor und wieso der Blick auf unsere Stärken mehr hilft.

 

Der erste Eindruck hinterlässt nachhaltige Spuren

Wie treten wir auf? Wie reden wir? Ist unsere Stimme schwankend? Ist sie stabil? Spürt das Gegenüber Unsicherheit? Wir kommunizieren. Bewusst und unbewusst. Senden Signale aus und stossen dabei auf andere Signale.

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Innert Sekunden und Minuten wird über die Pole Position des ersten Eindrucks zwischen zwei oder mehreren Menschen entschieden.

Einen starken Einfluss auf unser Image und unsere Kommunikation übt unser Selbstbewusstsein aus.

Wir sind geprägt

Innere Stimmen. Das sind zum Beispiel Sprüche aus unserer Kindheit. «Du könntest, wenn du nur wolltest», «Gib es deinem Bruder. Du kannst das noch nicht», «Es ist immer das Gleiche mit dir» etc. Aussagen, die Kinder klein halten, denen einer der wichtigsten «Treibstoffe», nämlich das Vertrauen, fehlt. Aussagen, die keine Fehler erlauben und zugleich sind oder waren die Erwartungen spürbar riesig. Eine grenzenlose Überforderung, die uns noch immer begleitet.

Nun muss man wissen, Kommunikation ist in erster Linie ein «Transport-Instrument» von Botschaften zwischen Menschen. Macht jemand eine Aussage und ich höre sie, wird sie in meinem internen Filter ausgewertet. Man spricht auch vom Hören mit dem Beziehungs-, dem Apell-, dem Sach- und dem Selbstoffenbahrungs-Ohr.Ich höre, bewerte und verstehe darum eine Botschaft so, wie ich will.

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Meine Bewertung ist meine private Logik, meine gefühlte Wahrheit.

Glaube nicht alles, was du denkst

Dieser Spruch auf einer Ansichtskarte ist mir in guter Erinnerung geblieben. Nicht alles glauben, was wir denken. Dieser Satz steigert meine Achtsamkeit. Wissen, dass meine Wahrnehmung oft (über)bewertet ist. Der geheime und beeinflussende Raster: Kultur, Erziehung, Familienkonstellation, Ausbildung, Eigensicht, aktuelle Situation, soziale Beziehungen, Druck am Arbeitsplatz etc. Meine individuelle und durch mich mitgestaltete Situation. Prof. Dr.med Dr.h.c. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH Jürg Willi schreibt im Buch «Wendepunkt im Lebenslauf. Persönliche Entwicklung unter veränderten Umständen – die ökologische Sicht der Psychotherapie» von unserer selbst gestalteten individuellen «Nische».

Wie aber können wir das ändern?

Ein Ansatz ist unser Selbstbewusstsein. Wissen, dass wir jemand sind und wissen, was wir Wert sind. Wir geben uns einen Wert. Wir verstärken ihn (in der Regel durch Erfolgserlebnisse) oder wir setzen uns selbst hinab. Dann, wenn wir unsicher sind. Uns annehmen, wie wir sind, Stärken erkennen und uns derer bewusst werden. Dazu braucht es manchmal eine neutrale Aussensicht. Die eines Coaches. Selbstbewusstsein stärken bedeutet, genauer hinzusehen.

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Letztendlich hat jede und jeder von uns Kompetenzen. Nur sind wir uns deren nicht bewusst.

Ich komme wieder auf eine Ansichtskarte zu sprechen. Sie bringt den Wert von uns Menschen auf den Punkt. «Was hinter dir ist und was vor dir ist, ist nichts im Vergleich zu dem, was in dir ist.» Wie wahr!

 

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Coaching, Mentoring, Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie – manche sehen im psychologischen Begriffsdschungel den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Was ist was?

 

Die Kinder stehen auf eigenen Beinen, sind vielleicht schon ausgezogen.

Der Gedanke an einen Wiedereinstieg in den Beruf wird immer konkreter – die Zweifel an dessen Umsetzbarkeit aber auch.

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Eine neue Ausbildung zeigt die Chancen der Selbstständigkeit auf.

Frust und Chancen des Wiedereinstiegs

Die Welt hat sich inzwischen weiter gedreht. Wer aus familiären Gründen einige Jahre beruflich ausgesetzt hat, stellt schmerzlich fest: Ich bin nicht mehr up to date, der Arbeitsmarkt hat sich verändert und sowohl meine Ausbildung als auch die Berufserfahrung reichen nicht mehr aus. Das ist ein unangenehmer Moment, der in dieser Lebensphase grosses Frustpotenzial in sich birgt. Und doch: Die Chancen, die in einem Wiedereinstieg liegen, sind gewaltig – wenn Kompetenzen und Erfahrungen gezielt eingesetzt werden können.

Als Erstes den Überblick gewinnen

Der erste Schritt in Richtung Wiedereinstieg ist es, sich ein Bild der aktuellen Lage auf dem entsprechenden Arbeitsmarkt zu verschaffen: Welche Kompetenzen werden heute in meinem Beruf verlangt? Wie sehen meine Skills etwa im boomenden digitalen Bereich aus? Um welche Weiterbildungen muss ich mich kümmern – und (wie) kann ich diese finanzieren? Welche besonderen Erfahrungen und Fähigkeiten kann ich bei einer allfälligen Bewerbung geltend machen?

Fällt die Summe der Antworten auf solche Fragen bedenklich gering aus, so ist noch immer kein Grund zum Verzagen gegeben – es ist nun lediglich etwas Kreativität und Mut gefragt.

Als Selbstständige Beraterin AFI zurück in den Beruf

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten bezüglich Berufen, die eine Selbstständigkeit in Teilzeit nicht nur ermöglichen, sondern geradezu erfordern. Eine davon bietet die Ausbildung zur individualpsychologischen Beraterin AFI. Angeboten wird sie von der Akademie für Individualpsychologie in Kloten. Kern des Curriculums ist ein umfassendes Verständnis des menschlichen Sozialverhaltens, das Ziel, anderen Menschen in Umbrüchen und schwierigen Lebenssituationen beratend zur Seite zu stehen.

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Als Individualpsychologin arbeiten Sie flexibel, von Zuhause aus – Sie bestimmten den Zeitplan.

Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung sind für diesen vielfältigen, attraktiven Job besonders geeignet. Und wer weiss, welche Türen dadurch noch aufgehen werden?


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Überzeugungen sichtbar machen

Bewerbungen schreibt man nicht jeden Tag. Umso grösser die Versuchung, in allem auf Nummer sicher zu gehen. Dies führt dann in aller Regel zu Texten, die so langweilig und vorhersehbar sind, dass jeder HR-Verantwortliche sie gleich wieder weglegt. Zu recht.

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Denn gerade Menschen ab 40 haben individuelle Erfahrung, Charakter und Fähigkeiten vorzuweisen, von denen ein Bewerbungsschreiben zeugen sollte.

Wie das geht, mit einer Bewerbung zu überzeugen, erfahren Sie hier.

Auf die wahren Stärken fokussieren

Beim Bewerben zu sehr auf Nummer sicher zu gehen und sich fader Floskeln und abgegriffener Worthülsen zu bedienen, ist bei Menschen über 40 gross. Zeit also, sich auf die wahren Stärken zu besinnen und mutig zu kommunizieren. Sinn und Zweck einer Bewerbung ist es, ein positives, authentisches Bild abzugeben und das eigene persönliche Profil zu vermitteln. Zugegeben, dazu gehört eine Portion Mut. Aber wem eine unverwechselbare Bewerbung gelingt, die den Nagel auf den Kopf trifft, der hat wesentlich höhere Chancen, beim potenziellen Arbeitgeber Interesse zu generieren. Überlegen Sie sich also: Was macht mich aus?

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Was genau gewinnt das Unternehmen, welches mich anstellt?

Bezug zum Unternehmen herstellen

Genauso individuell wie Sie sind, gestaltet sich auch Ihr Interesse an diesem bestimmten Unternehmen.

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Stellen Sie also einen direkten Bezug zwischen Ihrem Profil und dem der Stelle her.

Verzichten Sie auf semantische Leerstellen, schreiben Sie in einer deutlichen, klaren Sprache. Bemühen Sie sich um konkrete Beispiele. Es macht Sinn, auf die Leitsätze und Werte des Unternehmens einzugehen. Aber Achtung: Für das Bewerbungsschreiben sollte maximal eine A4-Seite verwendet werden – und das reicht in der Regel auch. Ihre Qualifikationen stehen in der Vita, und müssen also im Anschreiben nicht nochmals durchexerziert werden.

Sorgfalt zahlt sich aus

Eine Bewerbung schreibt man nicht in ein paar Minuten. Nehmen Sie sich also Zeit dafür; der Aufwand lohnt sich!

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Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Unternehmen sieht man einer Bewerbung nämlich sofort an.

Und zu guter Letzt: Schreibfehler dürfen keine sein! Geben Sie den Text also mindestens einer Person zur Durchsicht bevor das Ganze zur Post geht.

Autor: GPI®-Coach, Andreas Räber

Mehr über Andreas Räber erfahren Sie auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch und Andreas-Räber.ch

 

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