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Darf Entschleunigung sein? Mut zur Abgrenzung.

Entschleunigung oder anders gesagt: Tempo rausnehmen. Was bedeutet das genau? Eine kleine Analyse, wie Langsamkeit produktiv sein kann. Da sind sie wieder, die zahlreichen – oft nicht einmal bewusst bestellten – Newsletter von Firmen, die mir Produkte oder Dienstleistungen anbieten, für die ich absolut kein Interesse habe. Abbestellen wird zur wöchentlichen Aufgabe. Klar, es sind ja nur ein paar Minuten.

Und doch, in der Summe und vor allem in der Belastung, kosten sie einen eben doch Kraft.

Dann die Meldungen von Facebook, was ich alles verpasst habe. Linkedin, Xing, Twitter. Vernetzung ist wichtig und richtig. Das sehe ich auch so. Aber habe ich tatsächlich so viel verpasst …? Der 2 Minutenblick in Facebook zeigt mir Beiträge, die nicht wirklich prioritär für mich sind. Auf vieles kann ich verzichten. Sich aus den Social Medien zurückziehen? Eher nicht. Aber doch eben Massnahmen ergreifen. Sich nicht mehr über neue Posts informieren lassen, sondern einen fixen Termin einplanen. Bestimmen, wann man für News empfänglich ist.

«Eine britische Studie bestätigt laut «Harvard Business Manager», dass Führungskräfte nur einmal in zwei Tagen eine halbe Stunde ununterbrochen arbeiten können.» (Quelle: Coachingplus.ch)

Das ist ein Ansatz. Ununterbrochen arbeiten können. Dranbleiben können. Wir gewinnen in der Masse an Informationen eben nicht nur. Alles zu wissen ist nicht gleich wichtiges Wissen.

Persönlichkeitsentwicklung führt auch zur Entschleunigung

Persönlichkeitsentwicklung als Dauerauftrag führt auch zur Entschleunigung

Persönlichkeitsentwicklung führt auch zur Entschleunigung

Entschleunigen bedeutet, ich bestimme

Also weg mit den Newslettern und automatischen Remindern von allen Social Medien. Konzentration auf das Wichtige. Termine für Infos bewusst planen. Dafür gibt es Outlook, dafür gibt es Funktionen wie Google Alerts, die ermöglichen, den Zeitpunkt  der Info selbst zu bestimmen. Ob man dabei verliert? Es ist ein Herantasten an einen möglichst optimalen Tagesablauf, der einem auch Auszeiten ermöglicht.

«Ein Wechsel von Konzentrationsphasen und Pausen steigert die Leistungsfähigkeit. Nach 60 bis 120 Minuten sollten Führungskräfte die Tätigkeit unterbrechen, sich regenerieren, um sich danach wieder fokussieren zu können.» (Quelle Coachingplus.ch)

Abgrenzung darf oder muss manchmal sein

Abgrenzung ermöglicht eine Steigerung der Qualität. Es sind die dauernden Unterbrechungen, die uns viel Kraft kosten. Da ist noch der eine oder andere Gedanke, den wir uns notieren wollten, den wir aber durch den Unterbruch vergessen haben. Also, auf eine Neues. Wieder herantasten. An die Idee. An die optimale Lösung. Das ist kräftezehrend. Flexibilität ist eben nur so lange gut, wie sie unsere psychischen Grenzen nicht überschreitet.

Die digitale Welt hat uns viel Positives gebracht. Fordert uns allerdings auch heraus. Das Angebot ist zu umfangreich und unser Aufnahme- und Leistungsvermögen zu gering.

Bewusste Entschleunigung ist der Einstieg zu bewusster Qualitätssteigerung.

Entschleunigung: 5 Tipps

Wir setzen uns oft selbst unter Druck. Auch Teilziele sind Ziele. Sie sind erreichbarer und haben den grossen Vorteil, dass sie uns laufend motivieren.

Es geht nicht darum, auf wie viel wir verzichten müssen, sondern wie viel wir wirklich zum Leben brauchen.

Nichts schützt uns so sehr vor Überforderung und Stress, wie eine authentische Haltung. Authetisch sein, steigert die eigene Lebensqualität und damit auch die Leistung.

Wir werden nie alle unser Bedürfnisse und Wünsche erfüllen können. Aber laufend daran arbeiten ist durchaus erlaubt.

Abstand und Pausen sind enorm wichtig um die Leistung zu erbringen oder sie zu steigern.

Lesetipp: Selbstmarketing und Selbstcoaching – die eigene Wahrnehmung steigern

© Ausbildung-Tipps.ch: überarbeitet am 20.11.2019 (ar)

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach, Ihr Coach für das Thema Entschleunigung

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Andreas Räber, GPI®-Coach, Ihr Coach für das Thema Entschleunigung

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Kanton Zürich