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Berufliche Neuorientierung – Zukunft bewusst gestalten

Weg vom Alltagstrott, etwas Neues wagen – zum Beispiel im Beruf. Eine berufliche Neuorientierung bietet neue Möglichkeiten und vermittelt auch neue Perspektiven.

Die meisten Menschen lieben eine abwechslungsreiche Arbeitsstelle oder einen abwechslungsreichen Beruf.

Der tägliche Alltagstrott, zum Teil negativ beeinflusst von Beziehungsproblemen innerhalb der Firma, bietet nicht gerade viele Motivationsfaktoren; im Gegenteil, am Montag bereits auf Freitag warten, das kann es definitiv nicht sein!

Menschen wollen ein Minimum an Erfüllung im Beruf erleben, wollen Ziele erreichen können und einen Sinn in der Arbeit sehen. Wer mutig ist und genug vom ewig gleichen Job hat, wagt den Schritt in eine Veränderung, eine berufliche Neuorientierung, die zum Beispiel zwei Möglichkeiten anbietet.

Ratgeber berufliche Neuorientierung, ob mit 30, 35, 40, 45, 50 oder später

Berufliche Zukunft bewusst gestalten

Zwei Möglichkeiten für eine berufliche Veränderung

1. Am bestehenden Arbeitsort bleiben

Warum nicht? Wenn der Job in Ordnung ist und man mit den Arbeitskollegen ja grundsätzlich gut auskommt, dann sind neue Perspektiven nicht unbedingt bei einem anderen Arbeitsgeber oder in einem neuen Beruf zu finden.

Vielleicht liegt das Problem ja nur bei einem gewissen Arbeitsablauf, oder bei der Arbeitszeiteinteilung. Dann ist ein eventuell längst fälliges und offenes Gespräch mit dem Vorgesetzten angesagt.

Hier lohnt sich eine gute und fundierte Vorbereitung, geprägt von einer offenen Haltung für neue Lösungen. Viel zu oft gibt man neuen Ideen keine Chance, weil «man» es sich einfach nicht vorstellen kann oder weil es noch nie ausprobiert wurde. Ein Mitarbeiter, der das offene Gespräch sucht, nütz auch dem Arbeitgeber viel. Die Faust im Sack entmutigt nur und ist mittel- bis langfristig der falsche Weg zu einem positiven Arbeitsverhältnis.

2. Eine berufliche Neuorientierung suchen

Wer sich für eine berufliche Neuorientierung entscheidet, kann sich entweder eine neue Stelle suchen oder auch eine nebenberufliche Weiterbildung absolvieren, die auch Auswirkungen auf die aktuelle Arbeitsstelle hat. Aber Achtung, wer aus Streit vom bisherigen Arbeitgeber weggehen will, darf eines nicht vergessen: Man oder Frau selbst ist 50% vom Konflikt und man oder Frau nimmt sich (leider) immer selber mit.

Die Probleme, die an der alten Arbeitsstelle zum Konflikt führten, können auch bei der neuen wieder auftauchen.

In so einem Fall lohnt sich ein Gespräch mit einem externen Coach, damit die berufliche Neuorientierung auch langfristig erfolgswirksam ist. Eine weitere Möglichkeit um eine Situation neu zu beurteilen, wäre ein Timeout. Das muss nicht über längere Zeit sein, aber an einem geografisch Ort, weg von der Schweiz. Ein Break hilft die eigene Sichtweise zu ändern und so neue Möglichkeiten zu entdecken.

Praxis-Tipps zur beruflichen Neuorientierung

  • Jeder Schritt in eine ungewisse Zukunft birgt ein gewisses Risiko in sich. Ob man es schafft weiss man erst dann, wenn man etwas wagt. Auch kleine Schritte sind wichtige Schritte.
  • Wenn ein soziales Umfeld wie die Familie direkt betroffen ist von einer zusätzlichen berufsbegleitenden Ausbildung, sollte dies berücksichtigt werden. Ausbilden kann man sich immer noch, Kinder hat man nur eine bestimmte Zeit.
  • Eine Weiterbildung berufsbegleitend zu absolvieren, erfordert zusätzliche Kraft und Freiraum. Ist die geplante Weiterbildung unter diesen Aspekten realistisch oder nicht?
  • Arbeitsmarkt nach boomenden Jobs erforschen. Beispiel berufliche Neuorientierung als Call Center Agent/in? Zurzeit sind gut 30’000 Mitarbeiter hierzulande in Call Centern angestellt.

© Ausbildung-Tipps.ch – überarbeitet am 9.3.2019

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Zürcher Oberland

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