Den richtigen Beruf/Job finden? Unsere Möglichkeiten.

Das Gefühl, im falschen Beruf oder Job zu sein, ist schon länger da. Sich am frühen Morgen aufzuraffen, wird immer schwerer. Die Arbeit fällt einem zur Last. Da ist dieser Gedanke, den richtigen Beruf verfehlt zu haben. Was nun? Einen neuen Beruf, Job suchen? Anregungen zur Reflexion hier im Fokus.

Die Themen in diesem Artikel

Den richtigen Beruf/Job finden? Unsere Möglichkeiten.

Den richtigen Beruf/Job finden? Unsere Möglichkeiten.

Rolf arbeitet seit einigen Jahren im Verkauf von Haushalts-Elektrogeräten. Früher hatte ihn seine Aufgabe mehr fasziniert. Erfolg im Job war für ihn sehr motivierend. Doch inzwischen ist vieles anders. Die Motivation ist ihm gänzlich abhanden gekommen. Mittlerweile stellt er sich selbst infrage. Was ist geschehen? Was hat er falsch gemacht? Er sehnt sich immer mehr und schneller nach Feierabend und nach Wochenende.

Die beschriebene Situation kann viele Gründe haben. In diesem Artikel fokussieren wir uns auf das, worauf wir am meisten Einfluss haben, um die Situation zu verbessern. Uns selbst.

50-Millimeter-Sicht wird als langweilig wahrgenommen …

Wir brauchen Herausforderungen. Manchmal sogar, um uns selbst zu spüren. Das tun wir, wenn wir in einer Entwicklungsphase stehen oder wenn Veränderungen angesagt sind.

In der Fotografie gilt die Regel, dass ein 50-Millimeter-Objektiv am nahesten an unsere Alltagssichtweise herankommt (Blickwinkel). Genau aus diesem Grund werden Bilder mit dieser Brennweite von den Betrachtenden schnell als langweilig wahrgenommen. Vor allem dann, wenn sie auf normaler Sichthöhe geschossen werden. Null Herausforderung. Alltag. Langweilig.

Alltag macht uns letztendlich schläfrig, Herausforderungen fördern uns.

Ausser wir selbst gestalten unseren Alltag bewusster und verändern unsere Denk- und Sichtweisen.

Unbewusste Ziele aufdecken

Menschen sind zielorientierte Wesen. Manchmal sind wir unserer Ziele nicht bewusst und es braucht ein genaueres Hinsehen.

Auch darum, weil Ziele einen grossen Einfluss auf den Umgang mit unserem Leben haben.

Kinder werden in ein System hineingeboren, wo sie sich ihren Platz suchen müssen. Einige Rollen sind bereits vergeben. Kinder wählen die Rolle, von der sie sich am meisten Aufmerksamkeit und Zuwendung versprechen. Dabei unterscheiden sie nicht nach positiver oder negativer Aufmerksamkeit. Hauptsache  Zuwendung.

Mögliche Ziele aus der Kindheit könnten sein:

  • Ja nicht zur Last fallen und anecken.
  • Konflikte werden ausgeschwiegen.
  • Dem Vater/Chef widerspricht man nicht.
  • Meine Ideen sind nicht umsetzbar und klappen nicht.
  • Ich darf mich selbst nicht einbringen.

Diese antrainierten Verhaltensweisen (auch Lebensstil genannt) nehmen wir mit in unser Leben. Mit den damals erlernten «Massnahmen» versuchen wir, unsere heutigen Herausforderungen zu meistern.

  • Welchen Einfluss nimmt unsere Kindheit auf unser heutiges Erleben?
  • Welche Erwartungen haben wir an den richtigen Job?
  • Worin unterscheidet sich das IST von unseren Erwartungen und Wünschen?
  • Liegt die Erfüllung dieser Wünsche beim Arbeitgeber oder bei uns?

Wenn wir spüren, dass nicht mehr die gleiche Motivation in unserem Job/Beruf vorhanden ist, haben wir uns vielleicht weiterentwickelt, ohne es zu bemerken.

Den richtigen Beruf, Job finden durch anders denken

Anders denken. Neue Möglichkeiten entdecken. Neuer Job, Beruf finden.

Anders denken

Alles hat zwei Seiten. Sehen wir eher Hindernisse oder Möglichkeiten? Könnten wir unsere Situation auch anders betrachten?

«Was die Raupe ‘Ende der Welt’ nennt, nennt der Rest der Welt ‘Schmetterling’.»

(Laotse)

Oft haben wir innere Blockaden, weil Vorstellungen nicht ausgesprochen und ausdiskutiert werden. Oder weil wir uns selbst verändert bzw. weiterentwickelt haben. Es fehlen Signale im Job, die uns anspornen.

Unser Denken prägt unsere Wahrnehmung!

Unser Hirn ist nicht immer unser Freund. Es gibt uns zwar Möglichkeiten, Situationen einzuschätzen und vorauszuplanen, aber es kann uns auch enorm viel Kraft nehmen.

Es ist ein erster und wichtiger Schritt, dass wir unser Denken bewusster wahrnehmen.

Das klingt sehr einfach, braucht jedoch etwas Übung. Weil wir Wahrheit (subjektive Wahrnehmung) und Wirklichkeit (effektive Realität) nicht immer klar unterscheiden können.

Zu sehr nehmen wir die Welt durch unsere eigene Brille wahr. «Wir sehen nur das, was wir wissen», schrieb bereits Goethe.

Unsere spontanen Filter sind auf unsere Kindheit eingestellt. Auf den erwähnten Lebensstil. So suchen wir unbewusst Berufe, die unsere inneren Saboteure bestätigen und das in der Kindheit erlernte Gefühl weiterleben lassen.

Erst das Wahrnehmen und gegensätzliche Handeln bringen schrittweise Veränderung.

Bei uns selbst, in unserem Umfeld und damit auch im Job.

Gegensätzliches Handeln

Wenn wir unsicher in unseren Entscheidungen sind, kommt unser Bauchgefühl stärker zum Tragen. Persönlichkeitsentwicklung hat, wenn erforderlich, mit einem bewussten gegensätzlichen Handeln zu tun. Es ist wie die Durchquerung eines dichten Waldes. Um einen Weg zu bereiten, müssen wir unter Umständen Gestrüpp wegreissen oder niedertrampeln. Das bedeutet Arbeit und fällt uns nicht leicht.

Nach ein paar Monaten schalten sich wieder «Heimatgefühle» ein. Das Gefühl, «richtig zu liegen».

Richtiger Beruf, richtiger Job – richtige Definition

In vielen Bereichen unseres Lebens geht es um uns selbst und darum, wie wir auf eine Situation reagieren.

Richtiger Job, richtiger Beruf kann bedeuten: Ich lasse mich bewusst auf die Herausforderungen ein.

Ich versuche, meine Anteile und meine Chancen zu erkennen und durch Veränderung bei mir auch mein Umfeld zu verändern und so sinnvoll und motivierend Spuren zu hinterlassen.

© Ausbildung-Tipps.ch – 09.09.2021

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Autor: Andreas Räber, GPI-Coach, Wetzikon

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Andreas Räber, GPI-Coach, Wetzikon

Andreas Räber, GPI-Coach