Gleichwertig und trotzdem eigenständig sein. Der Blick hinter die Individualpsychologie und ihren Gründer Alfred Adler.
Warum positive Stimmung Kreativität und Erfolg steigert.
Es ist nichts Neues an der Tatsache, dass motivierte Mitarbeiter leistungsfähiger, kreativer und konzentrierter bei der Sache sind. Sie investieren sich gerne über das von ihnen erwartete Mass hinaus, sie verkörpern das Unternehmen nicht nur von 8 bis 17 Uhr, sondern mit ihrem ganzen Sein.
Doch in Tat und Wahrheit sieht das Berufsleben für viele von uns anders aus: Freitagabende werden wöchentlich herbeigesehnt, das Geschäft läuft harzig, die Stimmung ist schlecht. Auch die Kundschaft spürt das. Mit der Folge, dass sie dem Unternehmen mit der schlechten Stimmung lieber fernbleibt.
Bloss nichts falsch machen!
Ein gnadenloser Stimmungskiller in der Wirtschaft ist eine destruktive Fehlerkultur. Wenn die Toleranz für Fehler in einem Team tief ist, bleibt die Kreativität aus. «Bloss nichts falsch machen» ist dann die Maxime. Argwohn, Kritik und Missgunst prägen die Atmosphäre.
Fehlerkultur ist hier also das Zauberwort und die gute Nachricht ist: Sie ist lernbar. Kreative Leistungen, auch wenn sie nicht beim ersten Versuch klappen, müssen im Team gewürdigt werden. Wenn sie erkannt und gelobt werden, entsteht eine angstfreie Atmosphäre, die der Kreativität wiederum idealer Nährboden ist.
Mehr Ermutigung im Betrieb
Was wir also dringend mehr brauchen ist Ermutigung. Ermutigung, die automatisch geschieht, die weitergegeben wird und somit ein Klima prägt, in dem gerne gearbeitet wird. Es zahlt sich für die Unternehmensleitung aus, hier auch finanzielle Investments zu tätigen, sei es mittels externer Schulungen oder interner Coaching-Strukturen.
Sei es im direkten Kundenkontakt an der Verkaufsfront, in kreativen Entwicklungsprozessen oder ganz einfach im generellen Betriebsklima – wir brauchen mehr Ermutigung.

Autor: Andreas Räber, GPI-Coach
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Krisen sind Chancen die Dinge neu zu sehen oder anzupassen
In Krisenzeiten berichten Medien regelmässig über Entlassungen, Kurzarbeit und Konkurse. Solche Medienberichte können bei der Bevölkerung Existenzängste auslösen. Doch Krisen sind bekanntlich auch Chancen.
Standortbestimmung und Selbstreflexion als Hilfe zur Krisenbewältigung
Hand aufs Herz, wer überlegt sich schon, ob er überhaupt am richtigen Arbeitsplatz ist, wenn alles rund läuft. Ob man eine Begabung für einen bestimmten Beruf hat, im richtigen Job ist oder nicht, erkennt man am besten in Drucksituationen. Ein dauerhaftes Gefühl der Überforderung muss man ernst nehmen. Spätestens dann nämlich, ist eine Standortbestimmung und eine genauere Selbstreflexion angesagt.
Fähigkeiten und berufliche Kompetenzen sind das eine, Sozialkompetenz und Empathie das andere.
Im Falle einer Krisenbewältigung stellt man sich viel eher Fragen wie «Sind meine Mitarbeiter am richtigen Ort?», «Muss ein Stellenprofil angepasst werden?», «Wie kann ich mein Team mehr motivieren?». Eine Standortbestimmung wäre zwar regelmässig empfehlenswert, in Krisezeiten aber zwingend ein Muss!
Selbstreflexion fördern, Burnout-Gefahr eingrenzen
Erfahrene Teams können sich zumindest in einer ersten Phase selbst reflektieren und den Handlungsbedarf analysieren und aufzeigen. Doch es empfiehlt sich auch eine externe Meinung und eventuell sogar einen externen Coach oder eine Laufbahnberatung (bei Mitarbeiterfragen, -umbesetzungen etc.) beizuziehen. Selbstreflexion heisst auch sich selbst gegenüber ehrlich zu sein.Wer am falschen Arbeitsplatz eingesetzt wird, riskiert in lang anhaltenden Drucksituationen ein Burnout – damit ist niemanden gedient!
Von der Krise zur Neuorientierung
Krisen sind Chancen! Sie fordern zwar heraus, zwingen aber Betroffene dazu sich Fragen zu einer Neuorientierung zu stellen, die man sich vielleicht schon früher hätten stellen müssen. Selbstreflexion, der Rückblick, eine Situationsanalyse und Perspektiven definieren, sind in einem immer dymanischeren Wirtschafstumfeld Pflicht! Krisen bieten die einzigartige Möglichkeit das Leben, die Stimmung in einem Mitarbeiterteam zu beleben und / oder sich neu zu orientieren.

Autor: Andreas Räber, GPI-Coach
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Warum gelingt es gewissen Menschen so gut,
ihre Zielen treu zu verfolgen und ihren Prioritäten konsequent nachzugehen? Warum sind manche produktiver, erfolgreicher und dabei auch noch ausgeglichener, ruhiger und positiver als andere?
In einer Zeit, in der berufliche wie private Anforderungen extrem hoch und äusserst komplex sind, brauchen wir gute Strategien, die uns den inneren Kompass in den Wirren des Lebens stetig vor Augen halten.
Wir wissen wenig über uns selbst
Das Hauptproblem vieler von uns ist, dass wir an unzähligen Fronten gleichzeitig kämpfen. Nein zu sagen fällt uns schwer und so arbeiten wir die meiste Zeit nicht an den wichtigsten sondern an den dringlichsten Dingen. Wir engagieren uns nicht da, wo unsere grössten Stärken liegen, sondern beschäftigen uns mit dem, was an uns herangetragen wird. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen nicht, setzen uns keine langfristigen, konkreten Ziele und hören schlecht auf unseren inneren Kompass – kurz: Wir wissen wenig über uns selbst.
Ausgeglichen erfolgreich
Selbstmanagement ist das, was uns hilft, im Leben zielorientiert und ausgeglichen unterwegs zu sein. Selbstreflexion, Zeit- und Stressmanagement, Zielentwicklung und Organisation sind zentrale Faktoren für die Beantwortung der Frage, wie Selbstmanagement gelingen kann. Der Wiener Psychologe Alfred Adler formulierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der Individualpsychologie die theoretischen Grundlagen dazu. Adler begriff den Menschen als unteilbares Individuum, dessen Körper und Psyche nicht voneinander losgelöst zu denken sind und in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander stehen. Im Idealfall ist diese Abhängigkeit ein Gleichgewicht.
Das innere Team im Dialog
Ähnlich denkt auch der Gründer, ehemaliger Inhaber und Geschäftsführer der Coachingplus GmbH und Dozent an der Akademie für Individualpsychologie in Kloten Urs Bärtschi. Auch er ist der Individualpsychologie verpflichtet. In seinem Buch «Ich bin mein eigener Coach» (Springer Verlag) leitet er zu einer Spiegelung des «inneren Teams» an. Dieses bestehe laut Bärtschi in den 4 Grundrichtungen der Persönlichkeit: dem Geschäftigen, dem Konsequenten, dem Freundlichen und dem Gemütlichen. Nur wenn diese Typen in einem konstruktiven inneren Dialog miteinander stehen, kann Selbstmanagement – und damit die erfolgreiche Ausschöpfung des eigenen Potenzials – gelingen. So können die persönlichen Ziele in einer inneren Ausgeglichenheit erreicht werden. Darin liegt ein Geheimnis, das sich in der Form von Lebensfreude und Erfolg widerspiegelt.
Autor: GPI®-Coach, Andreas Räber

Mehr über Andreas Räber erfahren Sie auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch und Andreas-Räber.ch
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Problem der Lebensbewältigung. Die Psychologie erklärt den Diagnosebegriff Burnout als wissenschaftlich untauglich. Das bei Psychologen übliche Diagnosemanual ICD-10 etwa, führt das Burnout-Syndrom als «Problem der Lebensbewältigung» und nicht als Krankheitsbild auf. Zu schwammig ist das inflationär gebrauchte Modewort; jeder versteht etwas anderes darunter. Rat kommt – wer hätte das gedacht? – aus der Physik.
