Werbung


Ausbildung-Tipps.ch: Tipps und Checklisten rund um Beruf und Weiterbildung

Achtung, hier kommt die agile Arbeitswelt!

Wieso muss immer alles top-down von der Chefin bis zum untersten Mitarbeiter abgesprochen werden, bevor der Ball ins Rollen kommt? Fast jede Arbeitnehmerin kennt solche nervenden Momente der Warterei, des Zögerns, des Hin-und-Hers. Wichtige Zeit verstreicht und die Ungeduld wächst. Soforthilfe bringen sogenannte agile Arbeitsmethoden.

Eine Begriffsklärung

Das Wort agil bedeutet das Gegenteil von Langsamkeit, Schwerfälligkeit und Trägheit. Agiles Arbeiten meint:

  • entsprechend regelmässiger Austausch im Team,
  • schnelle Kommunikationswege,
  • einfache und klare Regeln,
  • Feedback über Fortschritte und Zielerreichungen sowie für alle transparente Abläufe und
  • Aufgaben.

Auf diesem Weg wird flexibel auf Veränderungen reagiert und die Bürokratie auf das Geringste reduziert. Um agiles Arbeiten zu forcieren, werden im Management Methoden wie Scrum oder Kanban eingesetzt.

Agile Arbeitswelt: To Do, In Progress, Testing, Done

Agile Arbeitswelt: Begriffe, Bedeutung, Hintergrund

Agile Arbeitswelt: To Do, In Progress, Testing, Done

Scrum: Was die Wirtschaft vom Rugby lernen kann

Was meint Scrum? Sportfans wissen Bescheid. Das Wort stammt nämlich aus dem amerikanischen Rugby und bedeutet ein angeordnetes Gedränge. Nach einer unerlaubten Fehlhandlung werden die Spieler wieder in dieser standardisierten Form aufgestellt.

In der Arbeitswelt handelt es sich um eine Methodik für Projektarbeit im Team. Mithilfe von den Teilschritten «to do», «in progress», «testing» und «done» wird die Arbeit eingeordnet und regelmässig im Team besprochen.

Das Ziel wird greifbar, anschaulich und überprüfbar für alle Teammitglieder und es kann schnell und aktiv, sprich agil, auf Veränderungen reagiert werden.

To Do, In Progress, Testing, Done

  • Die Projektlaufzeit wird in Etappen, sogenannte Sprints, aufgeteilt, die nicht länger als 30 Tage andauern.
  • In dieser Zeit können Funktionen ausgebaut oder hinzugefügt werden.
  • Am Ende eines Sprints soll dem Auftraggeber ein Produkt zur Überprüfung vorliegen.
  • Mithilfe seines Feedbacks kann das Team weiterarbeiten.
  • Eine Projektleiterin im klassischen Sinn gibt es nicht.
  • Eine wichtige Grundlage ist daher die Selbstorganisation der Teammitglieder.

Teamstärke als oberstes Gebot

Das heisst Aufatmen für alle Hierarchie-frustrierten Mitarbeiter. Endlich kommt der Ball ins Rollen.

Denn nicht nur die Scrum-Methode, sondern auch viele andere Bausteine aus dem Werkzeugkasten agiles Arbeiten bauen auf Eigen- und Teamkolleginnenverantwortung.

Es gilt keinen gesetzten Anweisungen zu folgen, sondern den eigenen Gestaltungs- und Entfaltungsspielraum miteinander zu stärken. In so einem Arbeitsfeld möchte jeder Einzelne etwas bewegen. Und gemeinsam im Team durchsteht man in Höhen und Tiefen bis zum erwünschten Erfolg den gesamten Arbeitsprozess.

© Ausbildung-Tipps.ch – 02.03.2020 (sb)

Weitere Artikel auf Ausbildung-Tipps.ch

Weiterführende Tipps im Web