Unsere Berufswelt verändert sich – immer mehr. Da sind zum einen die Diskussionen über eine Anhebung des Pensionsalters. Zum andern ist die Problematik EU und die Perspektiven der Schweiz im Europäischen Wirtschaftsraum ein Dauerthema. Oder Schulabgänger, die keine Lehrstelle finden.
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Berufe mit Zukunft. Wir werden älter. Laut dem Bundesamt für Statistik steigt die durchschnittliche Lebenserwartung seit dem Jahr 1960 rasch an. Damals betrug sie bei den Frauen 74,1 Jahre und bei den Männern 68,7 Jahre. Im Jahr 2008 belief sich der entsprechende Wert auf 84,4 Jahren bei den Frauen und 79,7 Jahren bei den Männern, was für beide Geschlechter einer Zunahme um über zehn Lebensjahre entspricht. Das bedeutet auch, dass in der Alterspflege mehr Personal gebraucht wird.
«Arbeitslos» – diese Einstufung kommt einer Verurteilung gleich und trifft einen Arbeitnehmer hart. Sind zudem weitere Familienangehörige von diesem einen Einkommen abhängig, entsteht für eine entlassene Familienfrau oder–vater ein unglaublicher Druck. In dieser Phase braucht es professionelle Begleiter mit viel Empathie. Es ist enorm wichtig, dass RAV Beraterinnen und Berater ihre Sozialkompetenz pflegen und weiterbilden. Eine Möglichkeit bietet zum Beispiel ein Studiengang im Bereich Coaching.
Beruflichen Vorsprung erarbeiten
In den letzten vier Jahren sind gemäss der Schweizerischen Volkspartei SVP über 330‘000 Personen mehr ein- als ausgewandert.
Dies zeigt das Beispiel der Berufung des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber an die UBS-Spitze. Wie dem Artikel «Haben wir keine fähigen Banker mehr?» (NZZ.ch 1.7.2011) aus der NZZ zu entnehmen ist, löst diese Tatsache bei Lesern zahlreiche Kommentare aus. Die Frage, ob sich nicht ein entsprechender Nachfolger schweizerischer Herkunft hätte finden lassen, ist durchaus berechtigt.
Personenfreizügigkeit hat Folgen
Nachrichten.ch berichtete 2007: «Immer mehr Deutsche wandern in die Schweiz ein», dass knapp 25‘000 Deutsche in die Schweiz eingewandert sind. Einer der genannten Gründe sei, dass die Löhne für gut ausgebildete Arbeitnehmer in der Schweiz höher seien als in Deutschland. Am häufigsten würden Deutsche auf dem Bau, in der Krankenpflege, sowie als Ingenieure und Manager arbeiten. Damit werden sie indirekt auch zu Mitbewerbern für lukrative Stellen, für die sich auch Schweizer bewerben – eine der vielen Folgen der Personenfreizügigkeit (Schengenabkommen). Der Spiegel berichtet 2008, dass 43 Prozent der Deutschen mit einer Auswanderung in die Schweiz liebäugeln, dort aber «nicht immer willkommen seien». (Spiegel.de: 25.3.2008). 2011 sind es bereits 270’000 Deutsche, die in der Eidgenossenschaft leben und die Zuwanderung hält an. Es gebe in der Schweiz eine «latente Deutschlandfeindlichkeit», die «von Neuem aufbrechen könnte», schreibt der schweizerische Botschafter in Berlin, Tim Guldimann, in einem Bericht. (Quelle: Focus.de – 27.4.2011)
Stärken gezielt leben und ausbauen
Auf politischer Ebene kämpft zum Beispiel die SVP gegen eine unkontrollierte Personenfreizügigkeit und setzt sich für eine unabhängige Schweiz ein.
Dies erfordert auch die Bereitschaft zu einer regelmässigen Aus- und Weiterbildung. Stärken sind die Kenntnisse des Schweizer Marktes, der Kultur und der Geschichte, die man ja auch selbst miterlebt hat. Ein ganz klassisches Beispiel für eine erfolgreiche schweizerische Führung bildet der HC Davos mit dem Erfolgstrainer Arno Del Curto, der aus dem Bünderland stammt. Del Curto ist seit 1996 beim HC Davos unter Vertrag und hat mit Davos 2002, 2005, 2007, 2009 und 2011 die Schweizer Meisterschaft gewonnen – Erfolg made in Switzerland.
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