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Ausbildung-Tipps.ch: Tipps und Checklisten rund um Beruf und Weiterbildung

Weiterbildung in der Pflege – Perspektiven und Herausforderungen

Berufe mit Zukunft. Wir werden älter. Laut dem Bundesamt für Statistik steigt die durchschnittliche Lebenserwartung seit dem Jahr 1960 rasch an. Damals betrug sie bei den Frauen 74,1 Jahre und bei den Männern 68,7 Jahre. Im Jahr 2008 belief sich der entsprechende Wert auf 84,4 Jahren bei den Frauen und 79,7 Jahren bei den Männern, was für beide Geschlechter einer Zunahme um über zehn Lebensjahre entspricht. Das bedeutet auch, dass in der Alterspflege mehr Personal gebraucht wird.

Die Abnahme des Unterschiedes bei der Lebenserwartung zwischen Frauen und Männern wird sich in den nächsten 50 Jahren ebenfalls fortsetzen, weil sich die gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen der beiden Geschlechter immer mehr angleichen. Als Ursachen für die steigende Lebenserwartung werden die Fortschritte auf dem Gebiet der Medizinaltechnologie und die neuen Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich der Geriatrie, aufgeführt. (Quelle: Bfs.admin.ch: PDF – «Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2010–2060»).

Weiterbildung in der Pflege: Perspektiven und Herausforderungen

Weiterbildung in der Pflege: Perspektiven und Herausforderungen

Weiterbildung in der Pflege: Perspektiven und Herausforderungen

Mehr Operationen bei älteren Menschen als vor 10 Jahren

Im Artikel «Gesucht: Junge Ärzte für alte Patienten» auf Swissinfo.ch erklärt Stephan Jakob, Chefarzt IIMC (interdisziplinäre Intermediate Care), dass es vermehrt zu Eingriffen kommt, die bis vor zirka zehn Jahren bei älteren Patienten kaum erfolgten. Als Beispiele nennt Jakob Transplantationen, invasive Behandlung bei Schlaganfällen, künstliche Herzen. Weil ältere Patienten nach der Operation zudem länger hospitalisiert bleiben, braucht man auch mehr Betten (Quelle: Swissinfo.ch).

Herausforderung Alter

Wie im Marketing muss man auch in der Pflege eine neue Zielgruppe zuerst kennenlernen. Wissen, wie man mit den älteren Menschen umgeht. Künftige Ärzte und Pflegepersonal müssen sich darum auf neue Herausforderungen einstellen. Sie müssten lernen, mit älteren Menschen zu kommunizieren, müssen ethische Aspekte in Betracht ziehen. Ärzte brauchten daher spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten bei älteren Menschen, ist im Artikel auf Swissinfo.ch nachzulesen.

Perspektiven der Pflegeberufe

Dass ein Pflegeberuf für Auszubildende und Quereinsteiger diverse berufliche Perspektiven bietet, liegt auf der Hand. Die Menschen werden älter und brauchen dementsprechend auch länger Pflege. Die Geriatrie hat sich weiter entwickelt. Das hat Folgen. Sich auf Menschen einstellen, die älter werden, hat sehr schöne Seiten. Hinter unseren Senioren oder alten Patienten stehen Menschen, denen wir letztendlich unseren heutigen Luxus zu verdanken haben. Die den Zweiten Weltkrieg erlebt und durch steten Einsatz am Arbeitsplatz die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz positiv beeinflusst haben. Diese Menschen leben ihren Lebensabend. Dass auch alte Geschichten neu auftauchen, neu prägen, ist verständlich und benötigt viel Geduld. Die Vergangenheit beinhaltete zum Teil auch viel Schweres, was diese Menschen noch heute beschäftigen kann und dem Umgang mit ihnen erschwert.

Perspektiven der Pflegeberufe

Darum ist auch eine klare Abgrenzung des Pflegepersonals zu den Bewohnern und Patienten erforderlich. Denn laut dem Artikel «Teufelskreis Pflegepersonal» in der Basler Zeitung vom 14.7.2014 bleiben die frisch Ausgebildeten durchschnittlich nur gerade 15 Jahre auf dem Job.

Pflege erfordert Nähe, Geduld, Ausdauer und Kraft.

Das zehrt an der Substanz! Vieles kann mit ergänzenden Aus- und Weiterbildungen aufgefangen werden. Zum Beispiel mit dem 10-tägigen Studiengang für angewandtes Coaching von Coachingplus, der sich insbesondere für Basis- und Führungskräfte in der Pflege eignet. Oder dem Selbstcoaching-Buch «Ich bin mein eigener Coach». Menschen und Coaching, die Tiefe des Lebens entdecken und reich beschenkt werden.

© Ausbildung-Tipps.ch – überarbeitet am 27.11.2019 (ar)

Arbeiten in einem Pflegeberuf? Fragen für die eigene Reflektion

  • Haben Sie Berührungsängste zu anderen Menschen?
  • Haben Sie schon mal Menschen z. B. aus der Verwandtschaft gepflegt?
  • Können Sie sich abgrenzen auch wenn jemand krank ist und leidet?
  • Sind unregelmässige Arbeitszeiten für Sie kein Problem?
  • Wie erleben Sie Dauerstress oder anhaltende hecktische Zeiten?
  • Finden Sie eine gute Balance zu Nähe und Distanz?

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