In dieser dynamischen Welt, werden wir immer wieder aufgefordert um zu handeln. In dieser Rubrik Themen zu Selbstmanagement und Handlungskompetenz.

 

Menschen sind soziale Wesen

Wir brauchen einander. Um einen gewissen Standard zu halten, brauchen wir nachhaltige Ausbildungen und ein akzeptables Einkommen. Damit nicht genug. Sich in die Gesellschaft investieren, Stärken gezielt einsetzen, die Komfortzone verlassen. Auch das gehört zu den Aufgaben und zum Lauf des Lebens.

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Wer kein Gegenüber hat, keine Feedbacks erhält und nicht investieren kann, kann sich nicht oder zu wenig entwickeln.

Erzielt das sozial und beruflich Investierte entsprechende Feedbacks? Dann ist eine Sinnfindung erreicht. Ich bin ein Teil der Gesellschaft und kann aktiv mitgestalten. Doch steigende Anforderungen durch die Wirtschaft und zum Teil durch uns selber lassen uns scheitern und führen uns statt in die Kreativität in einen Dauerstress.

Nicht nur Führungskräfte sind gefordert

Laut dem Bundesamt für Statistik haben Partnerinnen und Partner aus Paarhaushalten mit jüngstem Kind unter 7 Jahren im 2013 insgesamt durchschnittlich 68 respektive 70 Stunden pro Woche gearbeitet. Auch Alleinerziehende seien vergleichbaren zeitlichen Belastungen ausgesetzt. Zwischen 1997 und 2013 zeige sich eine Zunahme der zeitlichen Gesamtbelastung für Väter und Mütter in Paarhaushalten. 10 Stunden am Tag arbeiten und in der Familie präsent sein. Das ist Dauerstress pur. Der Blick auf die Statistik des BfS zeigt, dass Mütter zum Teil weniger Zeit für Haus- und Familienarbeit aufwenden, jedoch durchwegs mehr Zeit für Erwerbsarbeit. Väter investieren neben ihrer gleich bleibenden Erwerbsarbeit mehr Zeit in Haus- und Familienarbeit. (Quelle: bfs.admin.ch/bfs).

Stress bedeutet: Ich werde übermässig gelebt

Bin ich im Stress, muss ich viel Arbeit, viele Informationen in der gleichen oder in mehr Zeit verarbeiten. Arbeitsleistung steigern. Produktivität erhöhen. Abarbeiten im Sekundentakt, das bei mehr Anzahl Stunden pro Tag. Zeit mit mehr Aufgaben zu füllen bedeutet, je nach Art der Arbeit, weniger bewusst leben. Statt durchatmen, durcharbeiten. Gelebt werden. Nun gehört es zu Herrn und Frau Schweizer, dass wir uns stark über die Arbeit identifizieren. Je angesehener der Job, desto besser unser Image. Herausforderungen zu haben, steigert unseren Wert – oder etwa nicht? Der Job als Putzfrau oder als Kassiererin wird klischeehaft in einem minderwertigen Zusammenhang genannt. Obwohl der zugeteilte Wert dieser Jobs nicht stimmt. Unser Denken formt unsere eigenen Anforderungen, unsere Wertvorstellungen. «Ich bin etwas Wert, oder eben nicht, wenn ich diesen Job habe.»

Selbstreflexion: Was will ich säen und was will ich ernten?

Die Frage ist letztendlich nicht nur, was wir erreichen wollen. Welche Karriere machen oder welchen Job wir innehaben möchten. Wer im Dauerlauf sät, wird früher oder später ernten. Dazu gehören mehr Anerkennung, mehr Lohn und ein höheres Risiko, innerlich zu verarmen oder gesundheitliche Folgen zu spüren. Vieles ist möglich.

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Das Umfeld können wir in der Regel nicht ändern, aber den Umgang mit unseren Erwartungen und die Einstellung zu Job und Familie.

Dass Männer mehr Teilzeit arbeiten möchten, lässt aufhorchen. Teilzunehmen an der Kindererziehung ist Vorrecht und Pflicht. Auch wenn Teilzeitarbeit von der Wirtschaft (Link zu 20min.ch – «Wer nach der Uni Teilzeit arbeitet, soll zahlen») nicht gerne gesehen wird, profitiert sie doch. Langfristig! Weil unter diesen Voraussetzungen mehr Leistung möglich ist. Weil Kinder später von einer erfüllten Kindheit sprechen können. Weil Männer und Frauen mit dem Gefühl leben können, einen wichtigen Teil im Leben erfüllt zu haben. Zufriedene Mitarbeiter leisten mehr. Verteilen der Aufgaben auf mehrere Schultern ist sinnvoll. So wird der Dauerstress reduziert …

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Kanton Zürich

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Doppelbelastung Studium und Beruf

Es gab Zeiten, in denen Studierenden nachgesagt wurde, sie seien verwöhnt, weltfremd – und ein bisschen faul.

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Die Vorstellung vom lockeren Studentenleben ist heute weiter von der Wahrheit entfernt denn je.

Eine vielversprechende Kombination

Studierende arbeiten immer häufiger und immer mehr neben dem Studium, pendeln fast täglich zwischen akademischen und beruflichen Welten hin und her. Das hat durchaus Vorteile: Schon in jungen Jahren stehen sie mit einem Bein im Berufsleben, sind gut vernetzt, finanziell unabhängig und können Theorie und Praxis intuitiv verknüpfen. Allerdings hat diese Doppelbelastung auch ihren Preis: Der komplexe Alltag erfordert eine Menge Organisation, Flexibilität und Durchhaltevermögen.

Wenn der Druck steigt

Wer tagsüber am Semesterplan vorbei arbeiten muss, der verbringt automatisch die Abende und Wochenenden über den Büchern; Familie, Freunde und Freizeit müssen hinten anstehen. Ein Studium bedingt viel Vor- und Nachbereitung, Lektürearbeit und Prüfungsvorbereitung. Zeitgleich wachsen die beruflichen Anforderungen, die Verantwortung wird grösser, der Druck steigt. Nachtschichten werden unumgänglich und die Kraftreserven schwinden allmählich dahin. Nicht für wenige führt dieser Lebensstil auf Dauer zu einer massiven Überforderung, nicht selten zum Burn-out in jungen Jahren.

Sei dein eigener Coach

Wie ist dieser Spagat zu schaffen? Wie kann die Doppelbelastung, bedingt durch Studium und Beruf, in einem gesunden Rahmen bleiben? Coaching und Beratung sind für viele Studierende zu teuer, und so ganz alleine kriegt man es einfach nicht hin. Der Coach und Berater Urs R. Bärtschi hat ein Buch geschrieben mit dem Titel «Ich bin mein eigener Coach».

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Darin gibt er praktische und psychologisch fundierte Tipps zum Thema Selbstmanagement – der zentralen Fähigkeit, wenn es darum geht, im Leben zielorientiert und ausgeglichen unterwegs zu sein.

Selbstreflexion, Zeit- und Stressmanagement, Zielentwicklung und Organisation sind dabei wichtige Faktoren.

Stressresistenz dank gelingendem Selbstmanagement

Bärtschi ist ganz der Individualpsychologie verpflichtet, deren Ansatz im Kern auf einer ganzheitlichen Sicht auf das Individuum mit all seinen Anforderungen, Konflikten und Sehnsüchten beruht. Ihre Botschaft: Selbstcoaching ist möglich. Mit der richtigen Anweisung kann jede und jeder die Achtsamkeit als inneren Helfer entdecken und mit ihr leben lernen. So dass auch die Doppelbelastung durch Studium und Beruf langfristig nicht die Überforderung, sondern einen Gewinn bedeutet.

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Berufsleben anders gestalten. Es ist Januar 2015. Am Anfang eines Jahres lassen sich Ziele lockerer entwickeln und definieren als unter dem Jahr, wenn wir mitten im Alltagsstress sind. Wer erholt ist, traut sich mehr zu. Er oder sie spürt: «Es geht mir gut.» Die Grundlage für das Setzen von Zielen.

Das Leben könnte anders sein. Statt Frustgefühle, Motivation spüren. Den Alltag anders erleben. Dank Selbstmarketing und Selbstcoaching.

 

Krisen sind Chancen die Dinge neu zu sehen oder anzupassen

In Krisenzeiten berichten Medien regelmässig über Entlassungen, Kurzarbeit und Konkurse. Solche Medienberichte können bei der Bevölkerung Existenzängste auslösen. Doch Krisen sind bekanntlich auch Chancen.

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Denn beim Hinsehen auf vorhande Kompetenzen, wirtschaftliche Veränderungen und auf mögliche Perspektiven, können Krisen verhindert oder eingegrenzt werden.

Standortbestimmung und Selbstreflexion als Hilfe zur Krisenbewältigung

Hand aufs Herz, wer überlegt sich schon, ob er überhaupt am richtigen Arbeitsplatz ist, wenn alles rund läuft. Ob man eine Begabung für einen bestimmten Beruf hat, im richtigen Job ist oder nicht, erkennt man am besten in Drucksituationen. Ein dauerhaftes Gefühl der Überforderung muss man ernst nehmen. Spätestens dann nämlich, ist eine Standortbestimmung und eine genauere Selbstreflexion angesagt.

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Es kann durchaus sein, dass ein Team einfach anders zusammengestellt werden muss.

Fähigkeiten und berufliche Kompetenzen sind das eine, Sozialkompetenz und Empathie das andere.

Im Falle einer Krisenbewältigung stellt man sich viel eher Fragen wie «Sind meine Mitarbeiter am richtigen Ort?», «Muss ein Stellenprofil angepasst werden?», «Wie kann ich mein Team mehr motivieren?». Eine Standortbestimmung wäre zwar regelmässig empfehlenswert, in Krisezeiten aber zwingend ein Muss!

Selbstreflexion fördern, Burnout-Gefahr eingrenzen

Erfahrene Teams können sich zumindest in einer ersten Phase selbst reflektieren und den Handlungsbedarf analysieren und aufzeigen. Doch es empfiehlt sich auch eine externe Meinung und eventuell sogar einen externen Coach oder eine Laufbahnberatung (bei Mitarbeiterfragen, -umbesetzungen etc.) beizuziehen. Selbstreflexion heisst auch sich selbst gegenüber ehrlich zu sein.Wer am falschen Arbeitsplatz eingesetzt wird, riskiert in lang anhaltenden Drucksituationen ein Burnout – damit ist niemanden gedient!

Von der Krise zur Neuorientierung

Krisen sind Chancen! Sie fordern zwar heraus, zwingen aber Betroffene dazu sich Fragen zu einer Neuorientierung zu stellen, die man sich vielleicht schon früher hätten stellen müssen. Selbstreflexion, der Rückblick, eine Situationsanalyse und Perspektiven definieren, sind in einem immer dymanischeren Wirtschafstumfeld Pflicht! Krisen bieten die einzigartige Möglichkeit das Leben, die Stimmung in einem Mitarbeiterteam zu beleben und / oder sich neu zu orientieren.

Autor: Andreas Räber, GPI-Coach

 

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