Die Geschichte der Frisuren und der Friseure

Heute heissen sie Hairdresser, Hair-Artists, Barbiers und Coiffeure. Sie verkörpern den urbanen Lifestyle und sind mit ihrem schicken Salons nicht mehr aus den Trendvierteln wegzudenken. Doch woher kommt eigentlich dieser Beruf und wie hat er sich entwickelt? Die Geschichte der Frisuren und Friseure ist voller Überraschungen.

Die Themen im Überblick:

Coiffeure hatten früher wie heute vielseitige Herausforderungen.

Vom Bader zum Coiffeurberuf

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Vom Bader zum Haarkünstler

Tatsächlich geht die Geschichte der Friseure zurück bis ins tiefe Mittelalter, in eine Zeit, in der Mitteleuropa vor Schmutz und Dreck nur so strotzte, um es etwas plakativ zu sagen.

Die Verhältnisse in den Strassen, aber auch in den Wohnungen waren wirklich sehr primitiv; von Körperhygiene, wie wir sie kennen, kann keine Rede sein.

Wenn man sich aber einmal ein Bad gönnte, dann umso gründlicher: Man badete in öffentlichen Badestuben stundenlang, und liess sich bei der Gelegenheit auch gleich

  • den Bart reinigen,
  • Blut nehmen («Schröpfen» genannt),
  • Wunden versorgen – und
  • die Haare schneiden.

Man kann also sagen, dass die damaligen «Bader» und «Bartfeger» eine Vorstufe des heutigen Friseurs darstellten.

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Im Hochmittelalter wurden die offenen Locken als Frisur beliebt.

Das erforderte professionelle Pflege. Wer glattes Haar hatte, musste sich dieses wellen lassen.

Daher kommt übrigens auch das Wort Friseur: französisch friser heisst «sich kräuseln» oder «wellen».

Dies konnten sich aber natürlich nur die Adeligen leisten. Es ist aber diese Zeit, in der sich Coiffeure vor allem in Paris als wahre Haarkünstler etablierten – und ihrem Beruf mit viel gesellschaftlichem Prestige ausübten. Die teuren Perücken trugen dazu bei, offensichtlich zu machen, wer arm und wer reich war.

Kreativ und sozialkompetent: Coiffeure haben vielseitige Aufgaben

Coiffeure, wie wir sie heute kennen, gibt es aber erst ungefähr seit dem Ersten Weltkrieg. Dass seither vor allem Frauen diesen Beruf ausüben, hat damit zu tun, dass die Frau wirtschaftlich und persönlich zunehmend unabhängig wurde, und umgekehrt sich vor allem die Damenfrisuren nicht nur Schneiden, sondern auch Färben und Dauerwellen nötig machten.

Heute ist der Trend zu beobachten, dass viele junge Männer in diesen Beruf einsteigen. In den Hipstervierteln der Grossstädte entstehen an jeder Ecke durchgestylte Barbierstuben und elaborierte Hairstylingstudios. Sie heissen hair art, Haupt-Sache, Ponyclub oder Atelier – und sie sind längst zum Inbegriff von einem schicken urbanen Lifestyle avanciert.

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Die bärtigen und tätowierten Coiffeure verkörpern ein Lebensgefühl

Sie üben nicht nur ein Handwerk aus – Sie sind echte Künstler, die mit viel Kreativität sehr spontan auf sehr individuelle Bedürfnisse und Wünsche ihrer anspruchsvollen Kundinnen und Kunden eingehen müssen.

Zugleich ist der Friseur ein sozialer Beruf. Man geht schliesslich auch hin, um zu erzählen, auszutauschen, um zu tratschen. Diese anspruchsvolle und spannende Kombination macht für viele Friseure die Tage kurz und den Beruf zu einer Leidenschaft.

Coiffeure haben vielseitige Aufgaben und brauchen eine fundierte Ausbildung

Coiffeure haben vielseitige Aufgaben und brauchen eine fundierte Ausbildung

Coiffeure haben vielseitige Aufgaben und brauchen eine fundierte Ausbildung.

Ausbildungsmöglichkeiten für einen attraktiven Beruf

  • Wer Coiffeur werden möchte, sollte gute Kommunikationsfähigkeit und handwerkliches Geschick mitbringen.
  • Der unmittelbare Kundenkontakt muss einem leicht fallen und Spass machen, denn Friseure müssen einerseits den Kunden beraten, aber andererseits auch ein guter Gesprächspartner sein.
  • Weitere wichtige Eigenschaften sind Ruhe und Sorgfalt. Denn Fehler beim Schneiden oder Färben kommen ganz schlecht an!

Die Ausbildung, die zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Coiffeur/Coiffeuse EFZ führt, dauert drei Jahre.

In einem Coiffeurgeschäft oder an einer privaten Fachschule wird die praktische, und ein Tag pro Woche an der Berufsfachschule die schulische Ausbildung absolviert. Man lernt Schritt für Schritt das Betreuen und Beraten von Kundinnen und Kunden, das Verkaufen, Behandeln und Pflegen von Kopfhaut und Haaren, natürlich das Schneiden und Färben.

© Ausbildung-Tipps.ch – überarbeitet am 10.2.2026/Andreas Räber

Autor und redaktionelle Leitung für ausbildung-tipps.ch

Andreas Räber ist Enneagramm-Coach/Trainer, GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs und Fachartikeln rund um Beruf, Leben und Gesundheitswesen. Er ist Inhaber der Webplattformen ausbildung-tipps.ch, berufliche-neuorientierung.ch und coaching-persönlichkeitsentwicklung.ch. Er begleitet seit über 15 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Er ist Initiant und Autor der wöchentlichen Impulse Newsletters «Anstubser».

Andreas Räber, Enneagramm-Coach, Trainer und GPI®-Coach, Pfäffikon ZH

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