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Welche Weiterbildung ist die richtige?

Eine Kurz-Checkliste

Damit Sie nicht einfach Seminare, Kurse, Studiengänge etc. besuchen und im Anschluss nicht vom Gelernten profitieren können, lohnt es sich eine Ausbildung / Weiterbildung gut vorzubereiten (Entscheidungsgrundlagen für eine Weiterbildung zu schaffen).

  1. Welche Begabungen und Interessen haben Sie? Wenn Sie unsicher sind, hilft Ihnen vielleicht ein Arbeitskollege, Freunde oder ein Vorgesetzter bei der Einschätzung. Selbstverständlich können Sie, wenn vorhanden, auch bisherige Mitarbeitergespräche, Zeugnisse, bereits besuchte Kurse etc. als Hilfe für die Einschätzung beiziehen. Lassen Sie sich hier ruhig Zeit. Es ist die Basis für Ihr weiteres Vorgehen.
  2. Welche von den aufgeführten Punkten sind Ihnen wichtig und welche können Sie jetzt schon einsetzen? Mit dieser Checkliste haben Sie ein wichtiges Instrument zur Hand. Zum einen kann Ihr Stellenbeschrieb angepasst werden zum andern wissen Sie nun bereits welche Grundrichtung Sie einschlagen möchten und wo noch Handlungsbedarf ist.
  3. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten vorhanden sind, erfahren Sie unter anderem bei Berufsverbänden. Ebenso können Ihnen Vorgesetzte oder Arbeitskollegen Tipps geben.
  4. Bevor Sie sich für eine Weiterbildung entscheiden, suchen Sie auch das Gespräch mit Ihrer Firma. Folgende Fragen müssten geklärt werden: Nützt diese Ausbildung Ihrer Firma? Haben Sie die Möglichkeit das gelernte Know-how einzusetzen? Zahlt die Firma einen Beitrag an die Unkosten? Erhalten Sie zusätzliche Freitage um lernen zu können? Müssen Sie sich für eine bestimmte Zeit bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber verpflichten? Können die Kosten in der Steuererklärung abgezogen werden?
  5. Bevor Sie sich für eine Schule entscheiden, sollten Sie sich über den Lehrgang erkundigen. Hat die Schule Referenzen? Welchen Ruf hat sie? Wie viele von den bisherigen Teilnehmern haben einen Abschluss? Wichtig: Hier geht es um die Zahl, wie viele die Weiterbildung «gestartet» haben und nicht wie viele von der Schule an die Prüfung «empfohlen» wurden. Diese Zahlen werden manchmal von den Schulen etwas verwirrend angegeben. Welche Unterstützung bietet die Schule? Welches Lernsystem hat sie? Stellen Sie diese Fragen ruhig. Seien Sie offen und direkt. Wer nichts zu verbergen und ein gutes Angebot hat, wird Ihnen gerne und fair Auskunft geben.
  6. Sie brauchen Zeit. Klar Ausbildung ist wichtig, aber Sie selbst sind noch wichtiger. Sie müssen in dieser herausfordernden Zeit auch an sich selbst denken. Familie und Beziehungen sind ein Lebenselixier. Lernen ist sehr wichtig, aber Erholung auch. Am besten gönnen Sie sich mindestens einen Tag Ruhe, zum Beispiel der Sonntag. Nur wenn Sie die Ruhezeiten Ihrem Körper gönnen, sind Sie auch wieder aufnahmefähig.
  7. Sie müssen in einer Ausbildung nicht alles wissen, aber Sie müssen wissen wo Sie die richtigen Infos holen können! Manchmal sind Hilfsmittel erlaubt. Dann konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Infos. Seien Sie aber in der ganzen Ausbildungszeit ehrlich zu sich selbst. Schlechte Noten sind in dieser Phase noch nicht schlimm (Gute Noten sind nur an der Prüfung wichtig). Dafür wissen Sie genau, welchen Stand Sie haben.
  8. Prüfungen sind halb so schlimm, wenn Sie in den Pausen nicht (!) mit den anderen über die bisherigen Prüfungsaufgaben sprechen. Das verunsichert nur.
  9. Auch nach Prüfungen und Ausbildungen können Sie nicht innert kurzer Zeit alles in der Firma verändern. Wichtig ist nun die Frage, wo Sie etwas von Ihrem neuen Wissen beitragen können. Auch hier kann Ihnen Ihr Vorgesetzter behilflich sein oder noch besser Sie selbst schlagen konstruktive Massnahmen vor.

Selbstverständlich ist die aufgeführte Liste nicht komplett und abhängig von der persönliche Situation. Es gibt Vorgesetzte, die nicht offen für neue Ideen und besser geschulte Mitarbeiter sind. Dann halten Sie am besten die Augen für eine andere Stelle offen… Wenn Sie unsicher sind und eine persönliche Betreuung wünschen, wenden Sie sich am besten in Fragen der Weiterbildung an einen Coach oder einen Berufsberater.

 

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Autor: GPI®-Coach, Andreas Räber

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Zürcher Oberland

Mehr über Andreas Räber erfahren Sie auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch und Andreas-Räber.ch

 

 

Weiterbildung zahlt sich aus, wenn das Gelernte umgesetzt werden kann

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind gerade in Krisenzeiten mit den Budgets für Fortbildung sehr zurückhaltend. Unter dem Druck von negativen Schlagzeilen werden schnell mal geplante Investitionen gekürzt – darunter auch die Ausgaben für die Weiterbildung.

Genauer hinsehen:

Dabei schafft gerade Weiterbildung wichtige Vorteile gegenüber den Mitbewerben. Sie ist das Vitamin C in der Wirtschaft.

Weiterbildung: Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Lebenslanges Lernen erhöht die Chancen für den Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt und hilft gegen Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Weiterbildung bringt sowohl den Arbeitnehmern etwas, die Zusatzqualifikationen und Aufstiegschancen erhalten und in Krisenzeiten auch schneller eine neue Stelle finden. Ebenso bieten sich Firmen mit qualifizierten Mitarbeitern mehr Wettbewerbsvorteile und bessere Zukunftsperspektiven. Insbesondere Firmen, die mit Technik und Maschinen arbeiten, müssen mit der Entwicklung Schritt halten können und ihre Mitarbeiter regelmässig ausbilden.

Wichtig: Arbeitnehmer können durchaus zum aktuellen Beruf ergänzende Weiterbildungen absolvieren. Beispiel: Der Verkäufer absolviert statt eines Verkaufsseminares, einen Coaching-Studiengang, der seine Persönlichkeit fördert. Folge, statt praxisferne Konzepte zu puschen, die erst noch niemand umsetzen kann, mehr Überzeugung im Verkaufsgespräch dank Coaching erreichen! Diese Horizonterweiterung steigert die Möglichkeit in Krisenzeiten in einen branchenähnlichen Beruf umzusteigen.

Der Konkurrenzdruck im Arbeitsmarkt aus dem Ausland steigt

Ein weiterer wichtiger Faktor der für eine regelmässige Aus- und Weiterbildung spricht, ist die Tatsache, dass immer mehr ausländische Führungskräfte in der Schweiz arbeiten (Quelle: Financel Times Deutschland). Der Konkurrenzdruck ist nicht nur unter Firmen vorhanden, sondern auch im Arbeitsmarkt – und er nimmt zu!

Bessere Arbeitsqualität dank erhöhtem Ausbildungsniveau

Dass die Arbeitsqualität seit 1991 in der Schweiz gestiegen ist, ist letztendlich dem Ausbildungsniveau und der Berufserfahrung zu verdanken (Quelle: NZZ).  Die Studie zeigt auch auf, dass gut qualifizierte Arbeitnehmer stärker vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Weniger gut qualifizierte Mitarbeiter sind bei einer schlechteren Konjunktur deutlicher betroffen.

Das Leben ist voller Risiken. Auch eine Weiterbildung kann ein Risiko sein.

Genauer hinsehen:

Denn wer überqualifiziert ist, kann ebenso schwer eine Stelle finden, wie jemand der unterqualifiziert ist.

Grund: Nicht nur die fachlichen Qualifikationen sind für einen Job entscheidend. Auch weitere Kompetenzen wie zum Beispiel die sozialen Beziehungen, die man in den letzten Jahren gepflegt hat. Entscheidend für eine Einstellung, sind immer noch die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen. Daher lohnt sich der regelmässig Blick auf die aktuellen Anforderungen in den Stelleninseraten. Denn Vorausdenken steigert letztendlich die Sicherheit.

Autor: GPI®-Coach, Andreas Räber

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Zürcher Oberland

Mehr über Andreas Räber erfahren Sie auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch und Andreas-Räber.ch

 

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