Veränderungen als Chance sehen

Die Komfortzone verlassen. Der Mensch ist bekanntlich ein «Gewohnheitstier». Regelmässige Abläufe geben uns (oft nur scheinbare) Sicherheit. Neues kann bedrohlich wirken, weil es unbekannt ist. Man hat es ja noch nie erlebt und weiss nicht, «wie es geht». Das Unbekanntes auf uns kommt, gehört zum Leben. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Denn der Umgang hat einen grossen Einfluss auf unsere Wohlbefinden und auf den Ausgang von Krisen. Ausweichen senkt das Selbstvertrauen, angehen und überwinden stärken es.

Wenn wir uns nicht zutrauen, mit Neuem und Unbekanntem umzugehen, macht sich Angst breit. Man ist versucht, Veränderungen möglichst zu umgehen.

Bestehendes kann eine falsche Sicherheit sein.

Wir können nicht allen Veränderungen aus dem Weg gehen. Vieles um uns unterliegt einem Wandel. Manches ist vorhersehbar und wir können uns darauf einstellen, aber manches trifft uns plötzlich und unerwartet (z. B. Verlust eines Angehörigen, eine Kündigung, Krankheit) undwir müssen erst lernen, mit der Situation umzugehen.

Die Komfortzone verlassen, Veränderung zulassen.

Die Komfortzone verlassen

Die Komfortzone verlassen, Veränderung zulassen.

Veränderungen erfordern Lernbereitschaft

Unsere schnelllebige Gesellschaft mit all ihren Veränderungen fordert eine ständige Lernbereitschaft – insbesondere im Berufsleben. Nicht alle Menschen tun sich leicht mit dieser Forderung. Obwohl es noch einzelne Berufe gibt, die sich kaum verändert haben, sind andere starker Wandlung unterworfen oder ganz verschwunden. Auch neue Berufe haben sich entwickelt. Da heisst es, mitzuhalten oder aus- bzw. umzusteigen und offen zu sein für Neues.

Zulassen statt ausweichen

Manchmal ist es angesagt, sich in einen Veränderungsprozess hineinzubegeben und abzuwarten, was auf einen zukommt. Vielleicht erkennt man rückblickend, dass die Veränderung positiv für einen ausgefallen ist.

Manchmal kann es ratsam sein, Veränderungen aktiv anzupacken.

Weil man vielleicht mit einer Situation schlichtweg nicht mehr zufrieden ist oder weil wir mit unserem Verhalten unserer Gesundheit schaden. Oder wir verspüren eine innere Unruhe, die uns dazu zwingt, über ein bestimmtes Thema nachzudenken.

Veränderung ist ein Prozess

Veränderung geschieht in der Regel nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess. Dieser kann in 6 Stufen eingeteilt werden:

Stufe 1: Konfrontation:

Das «Problem» wird einem langsam bewusst. Noch folgen keine drastischen Veränderungen.

Stufe 2: Nachdenken:

Man gesteht sich ein, dass etwas geändert werden müsste. Oftmals ist mangelnder Selbstwert ein Hindernis, etwas gezielt anzugehen. Das muss nicht sein, wenn man bereit ist, an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Dann beginnt man Vorteile gegen Nachteile abzuwägen.

Stufe 3: Vorbereitung:

In dieser Stufe beabsichtigt man, in absehbarer Zeit, eine Veränderung umzusetzen. Skalieren Sie Ihren Massnahme Plan. Schritt für Schritt zum Erfolg. Auch kleine Schritte sind ein Erfolg, solange die Richtung stimmt.

Stufe 4: Fortschritt:

Hier gilt es etwas zu versuchen, um herauszufinden, ob es funktioniert. In alldem gilt: Veränderungen brauchen Zeit, bis sie gefestigt sind. Insbesondere wenn es um persönliches Verhalten geht. Rückfälle in alte Gewohnheiten sind ärgerlich und doch irgendwie «normal». Sie sollen einen nicht entmutigen, weiter vorwärts zu gehen.

Stufe 5: Handeln:

Je länger wir etwas Neues einüben und wiederholen, desto mehr wird es zur Gewohnheit. Jeder Mensch hat ein Lebensmuster, welches er seit der Kindheit (unbewusst) eingeübt hat. Wollen wir daran etwas ändern, beginnt dies als Erstes in unseren Gedanken. Der Mensch ist, was er denkt, das steht schon die Bibel.

Stufe 6: Resultat:

In dieser Stufe ist die neu eingeübte Gewohnheit zur Routine geworden. Wichtige Wiederholung: Veränderungen brauchen Zeit.

Quellenangaben:

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Praxis-Tipps zum Thema Veränderung:

  • Was hält Sie ab, eine anstehende Veränderung aktiv anzupacken? Ist es die Angst, die Bequemlichkeit oder anderes?
  • Fühlen Sie sich immer wieder als Opfer von Entscheidungen anderer? Wie können Sie selbst Einfluss auf diese Gefühle nehmen?
  • Halten Sie an etwas fest, von dem Sie schon länger wissen, dass Sie es ändern sollten?

© Ausbildung-Tipps.ch – überarbeitet am 15.10. 2019 (ar)

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Kanton Zürich

Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Kanton Zürich

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach, Bäretswil, Wetzikon, Kanton Zürich