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Gartenbauer legen Mauern, Terrassen und Wege im Garten an

Es gibt Berufe, wo wir uns noch nie überlegt haben, was alles zur Aufgabenstellung gehört. Wir sehen zwar Fachkräfte am Werk, doch das ist oft nur Stückwerk. Nehmen wir das Beispiel des Berufs Gartenbauer. Lassen Sie sich mit einem kleinen Blick hinter die Kulissen dieses Berufbildes und seiner Vielfalt überraschen. Zum Beispiel mit dem Spezialgebiet Natursteinbeflästerung.

Zum Beruf des Gärtners der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, umgangssprachlich auch Gartenbauer genannt, gehören:

  • die Anlage von Gärten und Parks und
  • das Bauen, Bepflanzen und Anlegen von Wegen, Sitzplätzen, Mauern, Treppen, Stufen, Beeten und Grünflächen.

Grundvoraussetzung für diesen Handwerksberuf sind:

  • die Kenntnis von Pflanzen,
  • Wissen über die optimale Anlage und Pflege,
  • allgemeines gärtnerisches Fachwissen sowie
  • die Kenntnis von Baustoffen, die im Landschafts- und Gartenbau zum Einsatz kommen.

Auch die Pflege von Parks, Gärten und Grünanlagen gehört zu den praktischen Aufgaben des Gartenbauers. Eine der vielfältigen Tätigkeiten im beruflichen Alltag ist die Natursteinpflästerung von Wegen und Plätzen.

Natursteinpflästerung – eine von vielen kreativen Aufgaben des Gartenbauers

Natursteinpflästerung – eine von vielen kreativen Aufgaben des Gartenbauers

Natursteinpflästerung aus Natursteinen

Als Natursteine für die Natursteinpflästerung für Gartenwege, Einfahrten und Terrassen eignen sich verschiedene Gesteinsarten.

Die Baustoffe reichen von weicheren Materialien wie

  • Schiefer,
  • Marmor,
  • Kalkstein,
  • Sandstein
  • über härtere Materialien wie Porphyr und Quarzsandstein
  • bis hin zu harten Naturstein wie Basalt, Gneis oder Granit.

Für das Fugenbild gibt es verschiedene Möglichkeiten der Pflasterverbände, in denen die Natursteine angeordnet werden können. Zu den gängigsten Arten zählen:

  • Reihenverband
  • Diagonalverband
  • Polygonalverband oder Netzverband
  • Bogenpflaster oder Segmentbogenpflaster

Je nachdem, welches Gewicht eine Natursteinpflästerung aushalten soll, wird sie gebunden oder ungebunden angelegt. Wird ein Gehweg, eine Terrasse oder ein Sitzplatz gepflastert, bei dem nur mit leichten Lasten gerechnet wird, langt eine ungebundene Bauweise aus. Für eine Auffahrt oder einen Parkplatz, die grössere Belastungen aushalten müssen, wird hingegen eine gebundene Bauweise empfohlen.

Fundieren, Ausfugen und Fertigstellen der Pflästerung

  1. Beim Fundieren wird zunächst der Boden durch den Garten- und Landschaftsbauer verdichtete und anschliessend mit Kies, Splitt oder Sand befüllt.
  2. Bei ungebundenen Belägen werden die Natursteine nach dem Fundieren direkt auf die lose Tragschicht aus Splitt, Sand oder Kies gesetzt. Bei gebundenen Belägen kommt nach der Fundierung eine zusätzliche Betonschicht ins Pflasterbett, bevor die Pflastersteine eingesetzt werden.
  3. Nach dem eigentlichen Pflastern erfolgt das Ausfugen.
  4. Beim sogenannten Aussanden der Fugen wird Sand über den Belag gestreut, beim Ausfugen mit einem Überzug wird sandiger Mörtel über dem Belag verteilt und in die Fugen eingearbeitet.
  5. Zum Abschluss wird die Pflästerung fertiggestellt. Dazu wird eine Maschine eingesetzt, die das Fugenmaterial nach unten vibriert. So wird das Fugenmaterial verdichtet und Hohlräume in den Fugen aufgelöst.

Danach ist die Natursteinpflästerung komplettiert und kann entsprechend belastet werden.

© Ausbildung-Tipps.ch – veröffentlicht am 10.2.2020 (jt)

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